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Der Demokrator

"Tante AOK" oder ein moderner Dienstleister im Gesundheitswesen?

21. April 2008 , Geschrieben von HerrMay Veröffentlicht in #Gesundheit

Eigentlich sollte der neue Blog "Neid und Day" heißen und ein paar Ebay Absurditäten beleuchten, aber wenn sich Ereignisse überschlagen, dann sind manchmal Änderungen notwendig.
Ich sitzte gerade im "Wartebereich" der AOK- Stelle-Müllerstraße. Selbstredent, daß ich hier nicht alleine bin, sondern mit vielen anderen AOK-Mitgliedern.
An und für sich ist gegen ein bißchen Warten auch gar nichts einzuwenden, wenn der Grund dafür einen Sinn macht, z.B. komplizierte OP, Therapie- oder Kurantrag,etc.

Mein Grund warten zu müssen, ist allerdings "völlig Banane". Ich warte auf die Bescheinigung der Betragsbefreiung. Ich bin sog. Chroniker und das schon seit einiger Zeit. So ist mein Zuzahllimit per Anno bereits recht früh erreicht, zumal ich auch noch Bezieher von Sozialleistungen bin. Aber obwohl die AOK mittlerweile im modernen Gewand auftritt, bunte Prospektchen,Fitness- und Wellnessprogramme, etc.verteilt, scheint es immer noch die alte Behörde zu sein, wenn man selbst etwas von denen will.
Ein gestellter Kurantrag zwecks starker Gewichtsreduktion führte bei mir zu einem "Wust" an Antragsformularen und jede Nachfrage bei der AOK bzgl. Bearbeitungsstand zog eine erneute Antragsflut nach sich. Inzwischen hatte sich mein Gesundheitszustand wg. des zu hohen Gewichts leider verschlechtert. Inzwischen bin ich vermutl. auch deswegen insulinpflichtiger Diabetiker und meine Ausgaben für Gesundheit sind nochmals explodiert. Meine Hausärztin mit der zusammen ich insges. 3 Anträge stellte, informierte mich inzwischen, das die AOK zur Genehmigung einer "Abspeckkur" erst einmal die Bedingung stellt eigenständig "abzuspecken". Das ist so, als ob man einen Raucher zwingen würde, erst einmal mit dem Rauchen aufzuhören, bevor man ihm eine Raucherentwöhnung anbietet.
Mein Vater nannte so etwas "Eulen nach Athen tragen".
Eben in dieser "Behörden-AOK" warte ich jetzt auf meine "Befreiungsbescheinigung" , weil als ich unbürokratisch die Unterlagen zur Befreiung (Quittungen, Atteste, Antragsformulare...) einreichen wollte, auch um verauslagte Kosten erstattet zu bekommen, man mich  wissen ließ, das Kontoauszüge nicht als Einkommensnachweise gelten!? Dabei geht aus den Kontodaten eindeutig der Bezug von Sozialleistungen hervor, das genügt nur eben der AOK nicht. Und so komme ich wenigstens dazu während meiner Wartezeit auf einen "AOK-Beamten", der sich persönlich um schnellste Erledigung meiner "Erstattungsansprüche" kümmern soll, diesen Blogeintrag zu verfassen. Das ist das einzig Sinnvolle an meiner Warterei.Vielleicht hat "Tante AOK" ja doch 'ne Frischzellenkur erhalten, denn soeben wurde ich aufgerufen- schneller als erwartet!

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