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Der Demokrator

Trauriges Schauspiel - Inquisition ala Bundestag

29. Mai 2008 , Geschrieben von HerrMay

Von: Wolfgang May
Datum: 29.05.2008 01:51:07
An: info@wdr.de
Betreff: Antwort auf Dirk Müller Ein selbstbemitleidender und matter Auftritt/Ein Kommentar von Dirk Müller,/WDR, ARD-Hauptstadtstudio

Sehr geehrter Herr Müller
 
Mit der Überschrift stimme ich Ihnen zu, allerdings finde ich das Verhalten der Medien und der meisten Politiker beschämend zeigen sie doch eins: mit Schadenfreude und Denuziation läßt sich in unserem Land weiterhin hervorragend Geschäft machen.
Statt einen derart unqualifizierten Kommentar zu verfassen der in das Horn der Denunzianten und Spötter bläst hätten Sie auch erfahren können, das die Söhne der beiden Regimekritiker Robert Havemann und Rudolf Bahro wie bei NTV zitiert werden:

http://www.n-tv.de/Gysi_Trauriges_Schauspiel_StasiStreit_im_Bundestag/280520084516/970684.html

 
Havemann-Sohn: Gysi handelte in Vaters Sinne
 
Havemanns Sohn Florian würdigte die Arbeit Gysis als Anwalt für seinen Vater. "Unabhängig von der Frage, ob Herr Gysi IM war, was ich nicht beurteilen kann, hat er im Sinne unseres Vaters gehandelt", sagte Havemann der "Mitteldeutschen Zeitung". "Unser Vater wollte über Gregor Gysi eine Verbindung zur Parteiführung herstellen. Das ist ihm gelungen. Ab dem Zeitpunkt, als er Anwalt unseres Vaters war, hat es keinen Prozess mehr gegeben."
 
Dass nun wieder Vorwürfe gegen Gysi erhoben würden, habe politische Gründe, die im Erstarken der Linken zu suchen seien, meinte Florian Havemann. Auch Gysi hielt den Fraktionen von Union und SPD vor, die Debatte im Bundestag über seine angeblichen Stasi-Verbindungen aus Verunsicherung über die Zustimmung in der Bevölkerung zu seiner Partei zu führen. "Sie sind verzweifelt über den Erfolg der Linken ... Ihre Hoffnung ist, dass ich rausgehe aus der Politik", sagte Gysi vor der Sitzung. Es gehe darum, ihn als Person "fertig zu machen", meinte Gysi. Auf diese Art und Weise sei er aber "nicht zu schaffen".

Bahro-Sohn: Sein Vater wäre Gysi beigesprungen
 
Der Sohn des DDR-Dissidenten Rudolf Bahro, den Gysi ebenfalls verteidigt hatte, bezeichnete die Bundestagsdebatte als eine der schlechtesten Stunden der Demokratie. "Das war eine Tribunalveranstaltung, wie ich sie im Bundestag noch nicht gesehen habe", sagte Andrej Bahro der Deutschen Presse-Agentur dpa. Dass Gysi nur für seine Rede in den Bundestag gekommen sei und den Plenarsaal danach verlassen habe, sei seiner Gesundheit geschuldet: "Die jahrelange Jagd auf ihn hat ihn gesundheitlich ruiniert." Wären Gysis damalige Mandaten wie sein Vater nicht tot, "wären sie ihm jetzt ganz sicher beigesprungen". Rudolf Bahro starb 1997.
 
also etwas ganz anderes sagen, als was uns diese widerwärtig machtgeile Politikerkaste weis machen will. Es geht gar nicht um eine Tätigkeit als IM, es geht um Wahlkampf und darum das das Regierungspack merkt, daß ihm der Mittelstand aus den Händen gleitet. Die Wählerklientel die durch die unsäglichen Arbeitsmarktreformen Hartz4 immer mehr an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden.
Eine Wählerschaft, die sich aus ehemaligen Sozialdemokraten, Gewerkschaftern und eben auch Verlierern der Wiedervereinigung zusammensetzt.
Die ganze Zeit seit dem Fall der Mauer wird nun von westlichen Medien und Politikern versucht, der ehemaligen "Mittelschicht" der DDR Stasi-Tätigkeit zu unterstellen.
An diesem Fall finde ich so widerwärtig, daß es offensichtlich nur um eine Autofahrt ging, die der Rechtsanwalt Gysi mit seinem damaligen Mandanten Thomas Erwin machte. Was dabei besprochen wurde ist weder geheimnissvoll noch staatstragend sodaß jeder im DDR Sicherheitsapparat an dieses Wissen herangekommen sein kann, man muß nur 1+1 zusammenzählen. Das Personen auch wider besseren Wissens als IM geführt wurden ist mittlerweile ein offenes Geheimniss, letztes bekanntes Opfer Manfred Stolpe.
Wenn man den Maßstab den dieses arrogante Wessipack (ich bin selbst Hamburger) im Umgang mit DDR Vergangenheit an den Tag legt nach dem Krieg in der BRD ebenfalls angewendet hätte, so wäre ein Kurt Georg Kiesinger kein Bundeskanzler geworden und ein Hans Filbinger nicht Ministerpräsident von Baden-Württemberg. Auch würde es die "Bibel der Juristen" -Deutsches Staatsrecht- an der ein Theodor Maunz führend mitwirkte:
 
http://de.wikipedia.org/wiki/Maunz
 
nicht geben. Das alles können Journalisten wie Politiker heutzutage genauso schnell nachrecherchieren wie ich das gemacht habe und dann sollte ihnen das Wort im Halse stecken bleiben, stattdessen wird auf einen Politiker eingedroschen, der sicherlich immer ein wenig eitel aber ganz gewiss nicht unehrlich oder feige war.
Vielleicht möchten sich die Heuchler aber auch einfach mal wieder voller Betroffenheit äußern wenn jemand "ohne Fallschirm auf den Boden der Wirklichkeit" knallt, weil er ein wenig zu unangepaßt war.
 
Eins ist sicher, so ein Dreckpack wähle ich nicht und für so´n Mist will ich auch keine Fernseh- oder Rundfunkgebühren bezahlen.
 
Ciao
Wolfgang May


Hier noch etwas Recherchematerial

http://www.sueddeutsche.de/deutschland/artikel/711/177174/

http://www.bz-berlin.de/BZ/berlin/2008/05/25/thomas-klingenstein-gregor-gysi-und-die-stasi-akte/thomas-klingenstein-gregor-gysi-und-die-stasi-akte,geo=4637670.html


 

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