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Der Demokrator

Der Despot von Duisburg (Was ein ARGE-Chef so "denkt")

14. Mai 2009 , Geschrieben von HerrMay

Ein Grüner soll er sein, hab ich gestern im Netz gelesen, ein kompetenter Arbeitsrechtler ebenfalls und er leitet die ARGE Duisburg.
Was dazu aber in der ARD lief, ein Beitrag zur Themenwoche Ehrenamt "Streitfall_Hartz_IV_Ein_Fall_fuer_Dietrich_S" zeigt einvöllig anderes Bild.
Danach ist Dietrich Schoch der Mann mit Fachkompetenz. Regierungsdirektor war er, hat früher ein Arbeitsamt geleitet, jetzt ist er Rentner und engagiert sich beim paritätischen Wohlfahrtsverband.Und er war Ombudsman der ARGE Duisburg.
War, denn Norbert Maul der aktuelle ARGE Direktor verpaßte ihm einen Maulkorb wg. der vielen Ungeheuerlichkeiten die sich in der ARGE Duisburg ereignen um die sich ein Ombudsman (Schlichter)zu kümmern hat.

Die ARD-Reportage nannte die Beispiele einer Frau mit einer behinderten Tochter die von der ARGE zur Arbeitssuche gezwungen werden sollte, nicht die Frau, die wollte und hatte noch während der Dreharbeiten Glück und fand einen Zusatzjob, NEIN ihre behinderte Tochter. Selbstverständlich gab es Gutachten die bescheinigten das die Tochter die in einer Behinderteneinrichtung arbeitete, den Streß des normalen Arbeitsmarkts nicht aushalten würde aber was interessiert das schon die ARGE.
Auch zuvor hatte die bereits die Mutter gemaßregelt als die Fallmanagerin der Frau, sie bei einem Probetag für einen neuen Job "erwischte" und ihr daraufhin Schwarzarbeit unterstellen wollte. Völlig regelwidrig, denn sie maßregelte außerhalb ihres Arbeitsbereichs der ARGE Duisburg und es waren Unterstellungen.

Es gab auch noch den  schwerkranken 265kg schweren Mann, dessen Wohnung etwas zu groß für ihn aber bedarfsgerecht war. Dieser hatte über Jahre einen Großteil seiner H4-Bezüge als Mehrkosten für die Mietzuzahlungen aufgewendet um die Wohnung behalten zu könnnen, denn die ARGE lehnte die vollständige Mietzahlung ab.Zusätzlich wurde er  nun aufgefordert sich eine kleinere Wohnung zu suchen.

Ein weiterer Fall der zu sehen war, offenbar nicht von der ARGE Duisburg sondern irgendeiner anderen ARGE in Deutschland berichtete darüber das jemand freiwillig eine Weiterbildung machen wollte, hierzu aber den Ort des Leistungsbezugs verlassen mußte worauf die ARGE mit Einstellung der Leistungen drohte.

Ein weiterer Knaller aus Duisburg dann die Geschichte eines Geschiedenen der eine neue Lebenspartnerin hatte, die H4-bedürftig war, worauf er aufgefordert wurde seinen gutbezahlten Job zu kündigen um bei einer Zeitarbeitsfirma anzufangen, ansonsten sollten keine Zahlungen erfolgen. Der Mann konnte die neue Lebenspartnerin nicht versorgen da er unterhaltspflichtig war und so nicht genug Geld für alle übrig blieb.

Alle diese Ungeheuerlichkeiten liefen da bei der ARD über den Sender und das paßte dem ARGE Chef Norbert Maul nicht, weil es zeigt wie schlecht die ARGE´s in Deutschland funktionieren, wie sie ihre Klienten wie den letzten Dreck behandeln; (von der Hartz4 Gesetzgebung mal ganz abgesehen) und jeder 2te H4-Bescheid beim Sozialgericht klageberechtigt sei.
Das die vielen Klagen der Leistungsbezieher KEINE "bedauerlichen Einzelfälle" sind, wie bisher dreist behauptet sondern DIE REGEL.

Die Frage die sich stellt ist, wann beendet die Politik dies schauerliche Treiben, das immer mehr Menschen in soziale Verelendung und auch den Staat in den Ruin treibt, denn Verelendete können kaum konsumieren, Gesundheitskosten steigen an und das Ganze hat einen Schneeballeffekt.

Auch Norbert Maul, der Grüne, weiß das und er gab die Fehler der ARGE Duisburg auch zu, alle gezeigten Duisburger Fälle wurden vom unabhängigen Ombudsmann Schoch während der Dreharbeiten erfolgreich abgeschlossen. Da das Ganze aber doch ein sehr schlechtes Bild auf die ARGE Willkür in Duisburg warf, wollte er Dietrich S. zwingen über die Fälle Stillschweigen zu bewahren.

Dietrich S. arbeitete jedoch ehrenamtlich, man war überall anders zufrieden it seiner Arbeit und er weigerte sich, die Fälle "DDR-mäßig unter den Tisch zu kehren".

Also dachte sich der ARGE Chef Maul, der S. nicht feuern konnte, etwas Neues aus, Er ließ 2 weitere Ombudsmänner einstellen und übernahm die Koordination ihrer Tätigkeiten selbst. Dietrich S. fühlte sich hierdurch in seiner Unabhängigkeit als Ombudsmann verletzt und beendete die Tätigkeit. Seitdem gibt es in für die ARGE Duisburg Ombudsmänner die von der ARGE angewiesen werden. Klasse Demokratieverständniss die eine  schwarz/grüne Regierungskoalition mit einem grünen ARGE Chef so entwickeln kann.

Dietrich S. arbeitet jetzt an anderer Stelle weiterhin gegen die Ungerechtigkeiten in der skandalösen Hartz4 Gesetzgebung.
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Ciao
DerDemokrator


Hartz4 muß weg, ohne wenn und aber

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