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Der Demokrator

Gemein oder gemeinnützig?

5. April 2011 , Geschrieben von DerDemokrator

Freie Lichtenberger Hilfe und ....? . e.V.



so nennen sie sich seit etwa Mitte Januar.

Warum die Namensänderung erfolgte ergibt sich aus einem Interview mit der Gründerin der Berliner Tafel Sabine Werth Diese kritisiert die Umbenennung. "Es sei der verzweifelte Versuch, an mehr Lebensmittel zu kommen. Mittlerweile sei das Wort „Tafel“ zum Türöffner bei Spendern geworden".

Es gehe im Fall der Lichtenberger Hilfe nicht allein um den Namen, erklärt die Vorstandsvorsitzende der Berliner Tafel, Sabine Werth. „Der Sachverhalt ist ziemlich komplex.“ Man beanstandet mangelnde Transparenz, wiewohl der Verein seine Jahresbilanz 2010 offenlegt – allerdings auf Anfrage:
Rund 272 000 Euro nahm man ein, das wenigste Geld aber über Spenden, bei denen man lediglich auf
25.000 Euro kam.

Dies nun ist auch der Vorwurf des bundesweit arbeitenden Internetportals CharityWatch.de

In seiner Anfrage bezüglich der Verwertung von Spenden an den Verein konnte der Betreiber von CharityWatch der mithalf diverse Skandale im Bereich Gemeinnützigkeit aufzudecken keine große Bereitschaft der Vereinsvorsitzenden Peter Wöhler und Thomas Sankari erkennen, diese schlüssig zu erklären. Insofern rät CharityWatch von Spenden gegenüber diesem Verein ab.

Pikant wird das Ganze dadurch das ich ursprünglich als an einer gemeinnützigen Mitarbeit im Verein interessierten Person, zunächst Hausverbot erhielt, weil ich angeblich bereits für die Berliner Tafel arbeitete und als ich versuchte zu erklären das ich lediglich in einer sozialen Einrichtung die ich als Besucher nutze gelegentlich beim Austeilen der Tafelspenden mithelfe wurde der Vorwurf geändert und stattdessen behauptet, ich hätte die Gäste des Ladens in der Lübecker Straße 14 in Berlin bedroht und beleidigt. Hierzu wurde mir durch den Anwalt des Vereins eine Unterlassungserklärung zugeschickt, die mir bei Abmahnkosten von über 2000 Euro  verbieten wollte mich kritisch zu den Gepflogenheiten des Vereins zu äußern.  So benahm sich der  "Geschäftsführer"  der  Niederlassung  "Lübecker  Straße so, als gehöre ihm der Verein. 
Nachdem ich am Tag meines Hausverbots abends eine Sendung im MDR über die "Geschäfte mit der Armut" gesehen hatte, war ich natürlich alarmiert und  setzte mich mit CharityWatch in Verbindung und schilderte meine Beobachtungen. Was mir dabei half war ist die Tatsache das ich in "meinem Bezirk" viele Bedürftige kenne und diese mir teilw. von ähnlich schroffer Behandlung erzählten.
Da ich mich seit einiger Zeit auch verbraucherpolitisch bei den LINKEN betätige, bin ich bei allen Themen zu Verbraucherschutz hellhörig geworden.
Selbstverständlich haben weder ich noch CharityWatch mit denen ich wg. der Abmahnung telefonierte uns von irgendwelchen Drohgebärden einschüchtern lassen und die  Unterlassungserklärung  unterschrieben.

Ich habe mich stattdessen daraufhin mit der Bezirksbürgermeisterin von Berlin-Lichtenberg per eMail in Verbindung gesetzt und mich über den Verein beschwert. Gut möglich das das zu dem kritischen Artikel  in einer Berliner Bezirksillustrierten führte.

Mir zeigt es das man nicht ganz wehrlos ist, wenn man sich traut, selbst wenn man zur "Unterschicht" gehört, aber insbesondere das das Vereinsrecht dringend auf den Prüfstand gehört, wie auch folgender SpiegelOnline-Artikel zeigt:

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,755074,00.html

 
Ciao
DerDemokrator





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