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Der Demokrator

PayPal bei eBay - Betrug ist das zwar nicht, aber...

31. März 2012 , Geschrieben von DerDemokrator

...ob in Deutschland anbietende Dienstleister wie in meinem Fall (und wohl nicht nur dem) so mit ihren Kunden umspringen dürfen, möchte ich bezweifeln.
Ich würde mir wünschen das meine Erfahrungen wenn sie sich mit denen anderer User decken oder sogar noch unverschämter sind, entsprechende Konsequenzen nach sich ziehen-eine Abmahnung durch Verbraucherzentralen wäre inzw. das Mindeste.

 

Was ist passiert?

Zwischen 2005 und 2006 hatte ich kurzzeitig als gewerblicher Verkäufer bei eBay Waren angeboten. Dabei war ich natürlich auch an ungeduldige Kunden geraten die kaum das sie ihr Geld abschickten die Ware auch bereits erwarteten. Die Kinderkrankheiten in der eBay-Logistik durften die Verkäufer ausbaden nicht etwa die Logistikunternehmen oder gar eBay oder PayPal-im Gegenteil, die kassierten mehrfach.
Ein einziger Kunde hatte also einen Zahlungsvorgang reklamiert während ich die Ware im Versand hatte. Leider zahlte PayPal ihm den Kaufpreis zurück und als ich das anmahnte, teilte man mir kurzerhand mit ich solle mich mit dem Kunden in  Verbindung setzen und das Geld zurück fordern-das hatte logischerweise keinen Erfolg. Also buchte ich den PayPal-Inkasso zurück was zur umgehenden Kontosperrung führte. jeglich Korrespondenz zu der Zeit scheiterte an der Inkompentenz und Ignoranz von PayPal. So lernte ich BaFin kennen, bei denen ich mich beschwerte und erfuhr das PayPal kein deutsches Unternehmen und zu der Zeit inbesondere nicht einmal ein Geldinstitut wäre. Der Schriftwechsel mit BaFin ließ erkennen, das PayPal mehr dem Status einer Wechselstube entsprach obwohl PayPal selbst irreführende Eigenwerbung betrieb.

Offenbar wird eCommerce aber immer noch nicht wirklich ernst genommen, anders ist die jahrelange Untätigkeit von Polizeidienststellen und Verbraucherschützern für mich nicht zu erklären.

"Wat de Buer nich kennt, dat fret he nich."

was so viel bedeutet wie, "Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß". So wurden im eCommerce bis jetzt weitesgehend von der Außenwelt  ignoriert teilw. Geschäftsmethoden entwickelt haben, die als kriminell bezeichnet werden müssen.
Auch PayPal vediente eine Menge Geld mit illegalen Downloads von Filesharern wie Kim Schmitz (Kim Dot Com) oder Schlimmerem.

Wie ist sowas möglich wenn man nicht wissentlich Aufsichtspflichten massiv verletzt?

Wer im Micropayment-Geschäft ist muß wie ein Provider dafür sorgen, das "böse Buben" (weitesgehend) draussen bleiben. Deutsche InternetProvider haben es zumindest hinbekommen das z.B. Erotikinhalte nur per Altersprüfung zugänglich sind.

Nicht so PayPal, da wird einfach weiter gemacht wie bisher, denn "Geld stinkt nicht".
Dank PayPal-Zwang kann man jetzt Verkäufer UND Käufer erpressen ein PayPal Konto zu besitzen.

Und da wird es pikant, denn...

...oft funktioniert diese Zwangsregistrierung einfach nicht und man fängt sich Negativbewertungen ein weil man einem Verkäufer seine Ware nicht bezahlen kann, wenn dieser nur PayPal zuläßt während die Software bei eBay was anderes "zulässt".

Besonders im internationalen Handel ist es üblich mit Kreditkarte oder per eMoney zu bezahlen.

eBay behauptet zwar, das jeder mit PayPal bezahlen könne, bleibt aber den Beweis schuldig.

Ich komme jetzt zu meinem Streit mit PayPal von 2006 zurück.
Als ich aktuell wg. des PayPalZwangs meinen Account nutzen wollte, war das nicht möglich, sodaß ich mich mit dem Unternehmen per Telefon in Verbindung setzte.

paypal-kontakt-23.2.12.jpg

Dort erfuhr ich das ich nicht per PayPal bezahlen könne, weil es "Unstimmigkeiten" gäbe. Als ich nachfragte um was es dabei ginge wurde mir der Vorgang von 2006 genannt und als ich dann nachhakte, warum das denn nicht längst gelöscht oder in ein Inkassoverfahren gemündet sei, ließ man "mich im Regen stehen".

PayPal weiß sehr genau, das es in einem Inkassoverfahren eigene Fehler zugeben müßte,die ich damals protokolliert hatte und die denen vor Gericht "auf die Füße fallen" würden.

 

irreführende Selbstdarstellung von Profi-Verkäufern
Dummerweise werben immer mehr internationale Händler inzw. mit deutschem Vertrieb, sodaß sie "deutsch wirken". Erst bei Zahlungsvorgang bekommt man mit, das die Firma selbst womöglich in China oder sonstwo liegt.

 

lastschrift-doch-nicht-moglich-29.3.12-Kopie-1.jpg

 

Irgendwie dumm wenn man beim Bezahlvorgang merkt, das man in China bestellt hat, aber es ist ja das Lastschriftverfahren  möglich:

 

  lastschrift-moglich-29.3.12.jpg

 

"Ach nee doch nicht Lastschrift gilt nur für das PayPal-Konto"

 

bankkonto ungültig 29.3.12

 

"Capice, PayPal blockt mein Konto, egal wie immer ich es anmelde, also muß ich das dem Verkäufer mitteilen"

 

bezahlung-nicht-moglich-29.3.12.jpg

 

und letzten Endes wenn Chinesen nur chinesisch verstehen und Paypal oder eBay überhaupt nichts begreifen oder ihnen Kundenprobleme am A... vorbeigehen...

 

artikel-konnte-auch-nicht-bezahlt-werden-29.3.12.jpg

 

passiert das hier. Allerdings haben mir die beiden anderen Verkäufer die Artikel im Voraus zugeschickt, ohne das das vereinbart war, im Gegenteil bei einem bat ich noch um 14 Tage Zahlungsaufschub.

 

Es kann also nicht nur an den Kunden liegen das Paypal und eBay so einen miesen Ruf haben allerdings für Betrüger ist es "´ne Goldgrube" wenn man weiß das der "Aufpasser" nicht aufpasst sondern "nur die Hand aufhält".

 

Liebe Verbraucherzentrale(n), Verbraucherschützer ,"korrekte Juristen", und eBay-Experten könnte man da nicht etwas machen, das solche Schweinereien aufhören, da werde ich ja in jeder Spielhalle anständiger behandelt als bei PayPal und Konsorten?

 

Ciao

DerDemokrator

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Stephan 04/01/2012 12:33

Zitat: "Wat de Buer nich kennt, dat fret he nich."

was so viel bedeutet wie, "Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß".

Diese Erklärung des Zitats ist eindeutig falsch, das Zitat bedeutet, das jemand Neuem gegenüber skeptisch ist.