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Der Demokrator

Tod nach Zwangsräumung

14. April 2013 , Geschrieben von DerDemokrator Veröffentlicht in #Mietrecht

Am 9.4.2013 wurde im Berliner Bezirk Reinickendorf eine Wohnung zwangsgeräumt. Zwei Tage später war die so aus ihrer Wohnung "Vertriebene" tot.

 

http://zwangsraeumungverhindern.blogsport.de/

 

Die Fragen die sich nach so einer Tragödie immer stellen sind die nach den Verantwortlichen. Da gibt es offenbar mehrere:

 

das Sozialamt, die Hauseigentümerin, den sozialpsychatrischen Dienst und die Verstorbene selbst.

 

So wie man aus den Medien erfahren kann war Rosemarie F. vermutl. psychisch krank. Wenn dies denn stimmt und dafür spricht vieles sind damit viele schon mal komplett überfordert, weil sie nicht wissen wie man mit jemanden umgehen soll "der nicht alle Tassen im Schrank hat".

Ich will hier keinesfalls jemanden niedermachen, der psychisch krank ist, ich kenne die Situation aus eigener Erfahrung auch ich litt schon an Überforderung und damit einhergehender Depressionen.

Vermutlich ging es Rosemarie F. mind. genauso-nein offensichtlich viel schlimmer. sie fühlte sich die letzten Monate wohl wie ein "getriebenes Tier" das bei jeder für sie bedrohlichen Situation "ausriß".

Das läßt sich auch daraus erkennen was die Hauseigentümer über sie schreiben:

 

 

Von: Birgit Hartig
Datum: 13.04.2013 14:38:10
Betreff: AW: Aroser Allee 92

 

Guten Tag ,

 

natürlich bewegt es uns sehr, dass Frau Fxxxx verstorben ist.

 

Leider ist die Situation wie immer differenzierter zu betrachten als der "medialen" Landschaft zu entnehmen. Frau Fxxxx hat jahrelang die Hausgemeinschaft drangsaliert, beschimpft und uns massiv in verschiedener Hinsicht bedroht und beleidigt. Alle gutgemeinten Kontaktversuche zu Frau Fxxxx scheiterten. Mieter haben ebenfalls mit Kündigung gedroht.

 

Die 8 Monate Mietrückstände waren nicht vordergründig, wir haben Frau Fxxx hauptsächlich aus diversen verhaltensbedingten Gründen mehrfach gekündigt! Sogar die Kontaktversuche des sozialpsychiatrischen Dienstes und des Sozialamtes wurden von Frau Fxxxx konsequent abgelehnt - und Zahlungen entsprechend eingestellt, dies wurde vor Gericht bestätigt.

 

Die Wohnung ist vollständig vermüllt, abgesehen von der Geruchsbelästigung. Frau Fxxx lebte dort inzwischen ohne Strom, Wasser und Heizung, sie hatte ihr Leben leider nicht mehr im Griff.

 

Davon ist natürlich nirgends die Rede - nur von einer armen gehbehinderten Rentnerin. Wir haben uns lediglich dem Tagesspiegel ggü. geäußert, die Kommentare hier sind eingeschränkt zu empfehlen. Der blinde Mob glaubt natürlich alles was er sieht und hört - eine differenzierte Betrachtung findet einfach nicht statt.

 

Der Fall ist tragisch, denn die Dame benötigte Hilfe und keine Instrumentalisierung durch ideologisch verblendete "Bündnisse", die nur auf Krawall aus sind. Von den "Aktivisten" wird man zudem absichtlich falsch zitiert und man spielt nun den Betroffenen, auf youtube wird geheuchelt: Vielleicht könnte Frau Fxxxx noch leben, wenn man mit ihr nach ihren mehrmaligen Erbrechen einfach mal zum Arzt gegangen wäre ...

 

Das ganze hat nun strafrechtliche Dimensionen. Wir werden auch zu dieser Entwicklung anwaltlichen Rat einholen.

 

P.S: Es handelt sich hier um eine 1,5 Zi-Wohnung in der unmittelbaren Einflugschneise des Flughafens Tegel,

 

 

natürlich mit enormen Renditepotential - das dürfte alles sagen.

 

Mit freundlichen Grüssen

Birgit & Ralph Hartig

 

 

----Zitatende----

 

Rosemarie F. trifft selbst wenn wirklich Verursacherin für Probleme im Haus die geringste Schuld.Sie wäre im Fall einer psychotischen Erkrankung nicht in der Lage gewesen eine Eigenverantwortung bei sich zu erkennen und müßte damit auch vor sich selbst geschützt werden.

 

Die ihr zuletzt Helfenden auch z.B. die Kältenothilfe

 

https://www.youtube.com/watch?v=XakzIMgYObs

 

waren mit dem Problem ebenfalls komplett überfordert.

 

Selbst die Mitarbeiter vom Sozialamt Reinickendorf ,von dem Rosemarie F. ihre Grundsicherung bezog sind keine ausgebildeten Psychologen und ebenfalls überfordert.

 

Der SPD (sozialpsychatrische Dienst) verantwortlich für alle "seelisch" Hilfebedürftigen in einem Wohnbezirk ist wg. mangelnder personeller Ausstattung oft am Limit. Eine soziale Einrichtung in Reinickendorf  mit Sozialarbeitern und ausgebildeten Psychologen wäre bei einem Menschen dem persönliche Beziehungen fehlen die beste Wahl gewesen.

 

Tatsächlich läßt sich aber feststellen, das die permanente Mißachtung der "unteren sozialen Schichten", sowie der Rückzug des Staates aus der Verantwortung für seine schwächsten Bürger und dazu gehören eben nicht nur Kinder sondern auch Rentner mit Niedrigrente, entwurzelte Ostdeutsche sowie Niedriglöhner,Aufstocker und Alleinerziehende, für solchen Dramen verantwortlich ist.

 

Hartz4-Befürworter, Gentrifizierer, Niedriglohnpolitiker und alle anderen politisch und wirtschaftlich Verantwortlichen, besonders auch die oft hahnebüchende Bürokratie in Deutschland gehören hierfür auf die Anklagebank, wenn schon nicht wegen Mordes, dann zumindest wg. fahrlässiger Tötung.

 

Und wenn es diesen (Muster)Prozeß nicht bald gibt, dann war Rosemarie F. nicht nur ein besonders trauriges Beispiel von Verrohung in unserer Gesellschaft sondern der Auftakt zu einem Bürgerkrieg "arm gegen reich" und "alt gegen jung".

Damit wäre bis auf ein paar "reichen Geldsäcken" (Immobilienspekulanten,Waffenlobbyisten, Bankvorständen,etc.) keinem geholfen-vielleicht letztendlich nicht mal denen, denn Geld kann man nicht "fressen" und für jeden von uns "schlägt irgendwann sein letztes Stündchen"-müssen wir uns das Leben bis dahin  so schwer machen?.

 

Ciao

DerDemokrator     

 

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