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Der Demokrator

Warum dreist weiter kommt (Service in Deutschland)

31. Oktober 2010 , Geschrieben von DerDemokrator

Früher waren die Zeiten anders.Ob sie wirklich besser waren liegt dann wohl im Auge des Betrachters. Wenn dieser schon "bessere Zeiten" erlebt hat fällt das Urteil deutlicher aus.Als erfahrener Optimist habe ich schon lange festgestellt das Optimismus keine Weltanschaung ist, sondern eine Erfahrung und früher eben nicht Alles besser war aber eben doch das Meiste. Wie war das früher z.B. mit Kundenservice, der war doch eindeutig besser? Klar hat.  man im Kaufhaus stundenlang nach einer Verkäuferin gesucht die bei der Beratung helfen sollte, aber man konnte sicher sein, sie war da, Sie hatte sich halt nur verpisst.

Heute ist das völlig anders. Heute gibt es sie nicht mehr und falls doch sitzt sie mit einem Kopfhörer in einem modernen Bürogebäude in Dublin oder Groß-Gerau zusammen mit vielen hundert anderen Damen heisst Silke Schmidt-Rosenbach und kostet mind. 0,49 ct. die Minute, aus dem Netz der deutschen Telekom und fragt "Wie kann ich ihnen helfen?" Das frage ich mich auch. Sie wird nicht helfen können, das entstandene Problem ist ein bedauerlicher Einzelfall, der in dieser Form noch nie vorgekommen ist, auch oder insbesondere wenn das Unternehmen bereits über 250,000 zufriedene Kunden sein Eigen nennt. Wie "Eigen" erfährt man wenn man wg. mal zu einem anderen Unternehmen mit ebenso vielen zufriedenen Kunden wechseln will das aber etwas preisgünstiger ist, jedenfalls im Moment.  Jetzt lernt man den Arbeitsmarkt mit seinen schlecht ausgebildeten Hilfskräften kennen, die als grüne PinAG-Boten nicht in der Lage sind ein Einschreiben korrekt zuzustellen, jedenfalls hat es den Empfänger der Kündigung nie erreicht. Das ist dann wirklich ein Fortschritt gegenüber den Zeiten als man die Überbringern schlechter Nachrichten gleich mit in den "Papierkorb" beförderte er überlebt das Ganze bis der Auftraggeber seine Botenaufträge zurückzieht.
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Heute kann man sich  beschweren und kündigen es nützt nur nichts, Verträge laufen unverändert weiter bis zum Sankt Nimmerleinstag oder bis ein Fernsehteam vor der Konzernzentrale  seine Kameras aufbaut und den Pressesprecher des Unternehmens zu sprechen wünscht. Dieser erscheint dann entweder eiligst oder in der Redaktion der Verbrauchersendung geht ein Fax ein, indem man zusagt, "auf die völlig überhöhte Restforderung kulanterweise zu verzichten.  Der Kunde ist dankbar das das Fernsehen die Gerechtigkeit wieder hergestellt hat, der Fernsehsender auch, weil er damit Zuschauernähe beweist und gleichzeit Werbespots von dem gescholtenen Unternehmen gebucht bekommt, das nach dieser Gratis-PR im redaktionellen Umfeld , sein Image gleich mit aufhübscht.

So werden heute zufriedene Kunden gemacht.

Oder unzufriedene wenn man so arrogant ist, wie bei der Berliner Commerzbank wo Kunden auch für technisches Versagen der Bank haftbar gemacht werden.

 

Ciao

DerDemokrator

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